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Medizin 1

Direktor:
Prof. Dr. med. Markus F. Neurath
Medizin 1, Medizinische Fakultät, Uni-Klinikum

Auszeichnung für neuen Therapieansatz

Kristina Scheibe erhielt Norgine Gastro Award für Forschung zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Mehr als 400.000 Menschen in Deutschland leiden an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung – und die Zahl der Patienten steigt weltweit. Dementsprechend groß sind die Bemühungen der Wissenschaftler, Therapien für die derzeit noch unheilbaren Krankheiten zu entwickeln. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist nun Kristina Scheibe, Doktorandin in der Arbeitsgruppe von PD Dr. Dr. Clemens Neufert an der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie (Direktor: Prof. Dr. Markus F. Neurath) des Universitätsklinikums Erlangen, gelungen. Ihre Forschungsarbeit liefert einen neuen Ansatz zur Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen und wurde jetzt mit dem Norgine Gastro Award (NorGA) ausgezeichnet. Die Norgine GmbH vergibt den mit 10.000 Euro dotierten Preis jährlich für eine herausragende Forschungsarbeit im Bereich Gastroenterologie.
Prof. Dr. Peter Layer, wissenschaftlicher Leiter des "Gastro Update 2019", überreichte im Rahmen der Veranstaltung den Norgine Gastro Award an Kristina Scheibe. Foto: Bastian Appel/Norgine GmbH

Die Erforschung von chronisch-entzündlichen Erkrankungen ist von großer Bedeutung, um sie frühzeitig erkennen und effektiv behandeln zu können. "Die stetig steigende Zahl von Patienten, die an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leiden, zeigt, welche Tragweite dieses Krankheitsbild hat", sagt PD Neufert, Oberarzt der Medizin 1. Kristina Scheibe untersuchte im Rahmen ihrer Doktorarbeit die Rolle des Botenstoffs Interleukin-36 bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. In Modellsystemen konnte sie zeigen, dass eine Blockade dieses Botenstoffs die Entzündung und die Bindegewebsvermehrung (Fibrose) im Darm hemmt. "Da der Botenstoff Interleukin-36 bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vermehrt produziert wird, ergeben sich durch die Ergebnisse der Untersuchungen neue Therapieansätze für diese Patienten", erläutert Kristina Scheibe. Die Wissenschaftler wollen nun die Wirkung von Interleukin-36-Antikörpern bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen klinisch testen; entsprechende Studien sind bereits in Vorbereitung.

Die Forschungsarbeit "Inhibiting Interleukin 36 Receptor Signaling Reduces Fibrosis in Mice With Chronic Intestinal Inflammation" von Kristina Scheibe wurde im März im Fachjournal "Gastroenterology" (Volume 156, Issue 4) veröffenlicht.

Weitere Informationen:

Kristina Scheibe
Telefon: 09131 85-35892
E-Mail: kristina.scheibeatuk-erlangen.de

 

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