Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Medizin 1

Direktor:
Prof. Dr. med. Markus F. Neurath

Aufgrund der geschädigten bzw. entzündeten Darmwand ist die Nährstoffaufnahme bei Patienten mit chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) vermindert und der Nährstoffverlust erhöht. Patienten mit CED leiden aufgrund der chronischen Entzündung zudem vermehrt unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien. Der erhöhte Nährstoffverlust bei gleichzeitig erhöhtem Bedarf führt häufig zu einer Unterversorgung mit lebenswichtigen Makro- und Mikronährstoffen. Die Unverträglichkeitsreaktionen haben zeitgleich nicht nur eine Zunahme der Bauchschmerzen, sondern bei einer entsprechenden Eliminationsdiät auch eine weitere Einschränkung der Nahrungsaufnahme zur Folge. Als Konsequenz entwickeln sich eine Mangelernährung und ein muskulärer Abbau. Die Folgen sind körperliche Schwäche und Müdigkeit. Ein eventueller Proteinverlust verschlechtert zudem die Wundheilung und begünstigt sekundäre Infektionen, wodurch die Prognose des Patienten verschlechtert wird.

Besonders in den entzündlichen Phasen der CED kommt es zu Muskelabbau und Gewichtsabnahme, wobei jedoch auch bei Patienten in Remission die Muskelfunktion (Kraft und Ausdauer) vermindert sein kann. Durch den Verlust an Muskelmasse und -funktion sind die Patienten in ihrer Mobilität, Muskelkraft und Ausdauer sehr eingeschränkt und verlieren an Lebensqualität.

Unser Ziel ist es deshalb, die Ernährungssituation und Prognose des Patienten mit einer kombinierten Ernährungs- und Bewegungstherapie zu verbessern. Ferner wird versucht, das Mikrobiom durch eine angepasste Ernährungs- und probiotische Therapie (z.B. E. coli Nissle) zu modulieren und die entzündliche Aktivität im Darm zu reduzieren.

 

 

 
 
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Zusammenfassung