AG PD Dr. C. Neufert

Medizin 1

Direktor:
Prof. Dr. med. Markus F. Neurath

Arbeitsgruppe Molekulare Krankheitsprozesse und neue Therapiestrategien bei kolorektalen Karzinomen und Darmentzündungen

Leiter: PD Dr. med. Clemens Neufert, PhD

Unsere Arbeitsgruppe befasst sich mit der Erforschung von Darmerkrankungen. Im Zentrum unseres Interesses stehen dabei das kolorektale Karzinom (Darmkrebs) sowie chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

Darmkrebs

Das kolorektale Karzinom gehört zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen bei Frauen und Männern in Mitteleuropa. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 70 000 Menschen neu. Die Faktoren, die zum Ausbruch der Erkrankung und deren Fortschreiten führen können, sind bislang nur unvollständig verstanden. Nach derzeitigem Kenntnisstand finden sich beim Darmkrebs diverse Untergruppen, die u.a. durch Unterschiede im biologischen Verhalten gekennzeichnet sind.

Trotz Behandlungsfortschritten in den vergangenen Jahren bestehen gute Heilungsaussichten für das kolorektale Karzinom weiterhin nur bei Diagnose im Frühstadium. Zudem können die derzeit eingesetzten Medikamente schwere Nebenwirkungen, z.B. Durchfall oder Lähmung der körpereigenen Abwehr hervorrufen, da sie neben den Krebszellen oft auch gesunde Zellen attackieren.
Um zukünftig über bessere Therapiemöglichkeiten verfügen zu können, beteiligen wir uns intensiv an der Erforschung der Krankheitsmechanismen des kolorektalen Karzinoms.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) mit den Hauptvertretern Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind weit verbreitet. Aktuelle Schätzungen gehen für Deutschland von etwa 320.000 betroffenen Personen aus. Bei CED findet sich meist ein schubartiger Krankheitsverlauf mit belastenden Beschwerden wie Durchfall und Bauchschmerzen. Dabei ist bemerkenswert, dass oft bereits junge Menschen erkranken. Die Ursachen von CED sind ungeklärt. Nach einem derzeit gültigen Modell zeichnet u.a. eine überschießende Immunreaktion bei genetisch besonders veranlagten Personen unter Beteiligung von Faktoren der eigenen Darmflora verantwortlich. Eine ursächliche Behandlung von CED ist bislang nicht möglich. Die derzeit verfügbaren Medikamente sind nur begrenzt wirksam und entfalten ihre Effekte zumeist relativ unspezifisch durch eine Hemmung des körpereigenen Abwehrsystems.
Mit dem Ziel, neue - wirkstarke und nebenwirkungsarme - Behandlungsmöglichkeiten einsetzen zu können, forschen wir intensiv an den Krankheitsmechanismen von CED.

 
 
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Zusammenfassung